Wie geht's weiter mit dem KiM Indoor-Spielplatz?

Seit mehr als 6 Jahren ist der KiM Indoor-Spielplatz einer der beliebtesten Wintertreffpunkte für Eltern mit Kindern bis 3 Jahre in München-Moosach und der weiteren Umgebung. Zwischen 5.000 – 6.000 Besucher nutzen von November bis März das Angebot an zwei Wochentagen in den Räumen der Erlöserkirche an der Hanauer Strasse. Neben über 20 Spielstationen gibt es einen großzügigen Bereich zum Lesen, Wickeln und zum Verzehr von mitgebrachtem Essen. Doch die Zukunft für das kostenfreie Sozialprojekt ist ungewiss. 

 

Manfred Högg ist Vorsitzender des zuständigen Vereins kennzeichenF e.V. und verantwortlich für die verschiedenen Programme, die als „KiM – Kinder in München“ im Stadtteil bekannt sind. Hierzu zählen auch verschiedene Kindersportangebote und eine Musikschule.

„Der Indoor-Spielplatz ist seit seiner Einführung ganz bewusst auf Spendenbasis angeboten worden, damit gerade auch sozial schwache Familien diese Einrichtung für sich nutzen können. Das ist bisher nur möglich gewesen, weil unsere Mitarbeiter alle ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten. Doch wir finden von Jahr zu Jahr immer weniger bereitwillige Helfer, die uns tagsüber beim regelmäßigen Auf- und Abbau und der Gästebetreuung unterstützen. Entweder wir sind in der Lage künftigen Helfern eine angemessene Aufwandsentschädigung zu bezahlen, oder wir müssen das Angebot reduzieren oder gar ganz einstellen“, resümiert Högg.

 

„Natürlich könne man einen kalkulatorischen Eintrittspreis von 2 Euro pro Person einführen, dies würde jedoch hauptsächlich die sozial Schwachen treffen, die sich den Besuch dann eher nicht mehr leisten können“, beschreibt er die Situation.

 

Da die Spendeneinnahmen derzeit nicht einmal die Betriebskosten und Anschaffungskosten der Spielgeräte decken, suchen die Verantwortlichen nun Unterstützung bei der Stadt München und bei Stiftungen.